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SK "Tauchen mit Kindern"

Zum ersten Mal wurde im Rahmen des Seiminars "Ideen für die Tauchausbildung mit Kindern und Jugendlichen" das neu eingeführte SK vergeben.


Ideen für die Tauchausbildung mit Kindern und Jugendlichen

 

Wie fast bei dem jedem Seminar ist auch diese Mal der Seminarraum gut gefüllt. Vielleicht liegt es daran, dass es schon zu Beginn des Seminares ein Geschenk gibt, denn jeder bekommt ein Buch mit dem Titel „Lass uns Tauchen“; vielleicht liegt es aber auch an den amüsanten Spielen, die Ute und Sabine bei jedem Seminar vorbereiten. Als Kennenlernspiel wird ein Spiel gespielt, das so komplizierte Regeln hat, dass sogar die Spielleitung beim erklären spicken muss. Ziel des Spiels war es zuerst 5 Leuten seinen eigenen Namen zu sagen. Anschließend wurde getestet, ob Mann und Frau sich auch die anderen Namen merken konnte, indem man vier Teilnehmer mit deren Namen begrüßt und ihnen die Hand schüttelt. Die folgenden drei „Aufgaben“ waren dafür etwas einfacher: Zuerst einmal 3  Leuten die Hand schütteln, dann zweien auf die Schulter klopfen und als letztes eine Person eigener Wahl umarmen.

Da jetzt alle die Namen der anderen wissen sollten, kann Ute mit ihrem ersten Vortrag beginnen. Es geht um den neuen VDST-Spezialkurs „Tauchen mit Kindern“. Darin erläutert Ute uns, was von den Kindern abverlangt wird, was der für einen Sinn das KTSA für die Kinder und deren Tauchpartner hat und welche Voraussetzungen Tauchbegleiter und Kinder haben sollten/müssen. Nach einer kurzen Pause macht Sabine mit der Ausrüstung weiter, die bei einem solchen Tauchgang mitgeführt werden sollte.  Dieses Thema sorgt für angeregte Diskussionen, da nicht alle Seminarteilnehmer den Sinn dieser Regeln verstehen. Ein Beispiel hierfür ist der Atemregler. Dass ein möglichst kleiner und somit leichter Atemregler benutzt werden soll, stößt bei allen auf Zustimmung, dass aber ein kindgerechtes Mundstück daran befestigt sein soll (auch am Oktopus des Tauchbegleiters), damit lassen sich nicht alle zufriedenstellen. Grund dafür ist zum einen, dass dieser Regler auch als Ersatz für den Begleiter dienen soll und deswegen dann die Begleiter eventuell Probleme mit diesem Regler haben. Außerdem sind die Kinder, mit denen Tauchgänge gemacht werden bei dem ein zweiter Atemregler benötigt wird, meist über 12 und haben dann in den meisten Fällen kein Problem mehr mit den „normalen“ Mundstücken.

Da diese Diskussion für den einen oder andern extrem anstrengend ist, freuen sich die Betroffenen, und natürlich alle anderen auch, über eine Unterbrechung in Form eines Mittagessens.

Nach dieser Stärkung geht es weiter mit der Theorie zur Theorie. Wie bringe ich den Kindern die nötige Theorie möglichst einfach und anschaulich bei? Wie gestalte ich den Unterricht interessant für die Kids? Das sind Themen, die man sich bei der Ausbildung mit Kindern und Jugendlichen stellen muss, wo doch schon für den einen oder anderen mit fortgeschrittenem Alter der Unterricht trocken und langweilig ist, wie muss er dann erst auf Kinder und Jugendliche wirken?

Da es aber nicht nur bei der Theorie bleiben soll, geht es dann im Hallenbad weiter, wo Ute und Sabine uns Übungen vorstellen, wie wir den Kindern das in der Theorie gelernte in der Praxis umsetzen und zeigen können. Also nichts wie los, den Liegestuhl vom Rand ins Becken befördern, einen Luftballon unter Wasser aufblasen oder den blinden Tauchpartner in irgendeine Ecke des Hallenbads befördern und ihn raten lassen, wo er gerne sein würde. Diese und andere Spiele wecken das Kind im Manne (und natürlich auch in der Frau ;-)) und sorgen für eine willkommene Abwechslung zur Theorie. Doch einer fehlt in dieser lustigen Runde: Holger S. (oder war es H. Schneider??). Er darf uns als Vertreter des WLT-Medizin-Teams etwas über die medizinischen Hintergründe beim Tauchen erzählen. Eines wird in seinem Vortrag immer wieder klar; Kind ist nicht gleich Kind. Vor allem in der Pubertät entwickeln sich die Kinder/Jugendlichen mit extrem unterschiedlicher Geschwindigkeit. Wo der eine 11-jährige noch aufrecht unterm Tisch laufen kann, überragt der andere schon so manchen Erwachsenen. Deshalb muss die Tauchausbildung und besonders die Ausrüstung bei den Tauchgängen an den Betreffenden angepasst werden. Bei allen gleich ist jedoch; der Körper ist erst zwischen dem 18. und 21. Lebensjahr ausgewachsen. Bis zu diesem Zeitpunkt können sehr leicht Schädigungen auftreten, die meist von zu hoher Belastung kommen. Es sind eben doch keine kleinen Erwachsenen!! Als Fazit ist zu sagen, dass Tauchgänge mit Kindern und Jugendlichen genauso risikolos sein können wie jeder andere Tauchgang auch. Man muss nur die eine oder andere Regel beachten.

Und wer fehlt jetzt noch für ein anständiges WLT-Seminar? Rischtisch, Michael Ruoß mit seinem Vortrag über die rechtlichen Grundlagen und die Aufsichtspflicht in der Jugendarbeit. Wie immer kommts drauf an…! und wie immer stehen wir mit einem Fuß im Knast. Hört sich auf den ersten Blick langweilig an, weil schon das eine oder andere Mal gehört, ist es aber nicht, weil es andauernd neue Urteile gibt, die neue Erkenntnisse bringen. Trotz dieses scheinbar negativen Eindrucks, hält das aber zum Glück niemand von den Anwesenden davon ab, in der Jugendarbeit weiter zu machen. Denn: No risk, no fun! Einer der Gründe ist sicher, dass uns Micha wichtige Infos gibt, wie wir trotz dieses „Risikos“ auf der sicheren Seite sind, da es zum Glück nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte gibt. Auch wir sind nur Menschen und können nicht auf alles und jeden ein Auge werfen.

Michas Vortrag wird allerdings durch die Nachtruhe unterbrochen, die bei dem einen oder anderen recht kurz ausfällt. Denn auch die Spiele in lustiger Runde dürfen nicht fehlen. Also werden 3 Würfel, Mützen, Schals und 6 Handschuhe ausgepackt und die Schokolade in Zeitungspapier eingepackt um sie anschließend wieder auszupacken. Aber einfach so wäre das Auspacken ja langweilig, nein, man muss zuerst eine 6 Würfeln, sich die Handschuhe, einen Schal und die Mütze anziehen und die Schokolade nach Knigge mit Messer und Gabel auspacken. Wäre da nicht ein anderer Mitspieler, der schon wieder ne 6 würfelt…

Da aber noch nicht alle satt sind, muss sich anschließend jeder mit seinem Namen, einer zum ersten Buchstaben des Vornamens passenden Stadt und einem ebenso passenden Lieblingsgericht vorstellen. Dabei kommt heraus, dass ein Ulmer die etwas seltsame Angewohnheit hat Unterhosen zu essen. Auch ein Münchner gibt zu, dass er auf Marienkäfer steht, die sehr gut den Meerschweinchen eines anderen Teilnehmers passen.

 

Ihr seht schon, es war wie immer lohnenswert sich für das Seminar mit Ute und Sabine anzumelden und jeder kann auf seine Kosten kommen. Wer das nicht tut, ist selber schuld ;-).

 

Mats Klenk, WLT-Jugend